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Angebot Alain Tanner

Fünfzehn Filme von Alain Tanner im Vertriebskatalog

Paul s'en va

France, Suisse · 2004 · 85'
Regisseur/in Alain Tanner
Schauspieler/innen Madeleine Piguet, Julien Tsongas, Lucie Zelger, Pauline Le Comte
Ein Schauspiellehrer verschwindet und hinterlässt seinen Schülern Zitate, über die sie nachdenken sollen, sowie einen Auftrag, den jede und jeder von ihnen erfüllen muss, um die Realität, in der sie leben, besser zu verstehen. 17 Schauspielschülerinnen und -schüler der Ecole supérieure d'art dramatique in Genf finden in einem filmischen Testament zum Thema Erinnerung und Überlieferung zusammen. Spielerisch zeigt es uns einmal mehr, wie schlecht es um unsere Welt steht. «Weder patriarchalisches Gebot noch jugendliche Demagogie: Paul s'en va ist ein fröhlicher und belebender Abschied, eine Art berührende Szene, die einen schönen Weg abrundet, der uns zu Milieu du monde und Dans la ville blanche geführt hatte. ...Auf Paul s'en va möchten wir entgegnen: » (Serge Kaganski, Les Inrockuptibles).

Requiem

Suisse · 1998 · 105'
Regisseur/in Alain Tanner
Schauspieler/innen Francis Frappat, André Marcon
Kopie/n DCP, Français UT DE
Lissabon an einem glühend heissen 30. Juli: Zwölf Stunden vor seiner Verabredung streift Paul durch die weissen Gassen der verwaisten Stadt. Dort begegnet er den Geistern seiner Vergangenheit. Ein poetisches Werk, dessen langsamer Rhythmus die Stimmung im weissen Lissabon zusätzlich verstärkt. Eine Hommage des Cineasten Tanner an den Schriftsteller Fernando Pessoa: Wir schlafen unser Leben, arme Kinder des Schicksals.

Retour d'Afrique, Le

Suisse, France · 1973 · 106'
Regisseur/in Alain Tanner
Schauspieler/innen Josée Destoop, François Marthouret, Julie Berto, Anne Wiazemsky
Kopie/n DCP, Français UT DE
Vincent und Sophie, ein junges Paar aus Genf, leiden unter Langeweile und Monotonie. Sie planen eine Reise, um ihrem Leben einen Sinn zu geben. Am Vorabend ihrer Abreise sehen sie sich gezwungen, ihre Reise zu verschieben. Sie ziehen sich in ihrem Studio vom Rest der Welt zurück und entdecken nach und nach durch den Austausch ihrer Gedanken die wahren Gründe für ihre Lust wegzufahren … In seinem dritten Film greift Alain Tanner das ihm sehr am Herzen liegende Rimbaud’sche Thema der Flucht wieder auf, das hier einen direkten Bezug zur Sicht auf die Dritte Welt der 1960er- und 70er-Jahre herstellt. Formale Strenge und brillante Dialoge prägen diese Situation der Abgeschiedenheit. Eine Ode an das befreite Wort und an eine Sprache, die bestimmte soziale und politische Heucheleien anprangert und zur Revolution ermutigt – sei es im eigenen Umfeld oder in sich selbst; noch vor der Suche nach einem mythischen Anderswo.

Salamandre, La

Suisse · 1971 · 125'
Regisseur/in Alain Tanner
Schauspieler/innen Bulle Ogier, Jean-Luc Bideau, Jacques Denis
Kopie/n DCP, Français UT DE

Digital restaurierte Kopie

Für ein Drehbuch möchten ein redseliger Journalist und ein mürrischer Schriftsteller mehr über Rosamonde erfahren, die laut einer Zeitungsmeldung einen Mordversuch an ihrem Onkel ausgeübt haben soll. Sie finden eine junge, rebellische, kaum fassbare Frau vor, die etwas unbeholfen ihre Freiheit sucht und der Routine und Unterdrückung in einer allzu monotonen Welt entfliehen will. Der wegweisende Film La Salamandre, der mit beschränkten technischen Mitteln entstand (16mm, Direktton), wurde zu einem internationalen Erfolg, was für einen schweizerischen Film aussergewöhnlich war. Er verbuchte weltweit über zwei Millionen Zuschauer und kündigte den Aufschwung des Neuen Schweizer Films an. «Ein Werk, das auf sehr achtsame Weise die Gleichgültigkeit und die Verächtlichkeit des Menschen anprangert und die Notwendigkeit des Traums bekräftigt» (Louis Marcorelles, Le Monde).

Vallée fantôme, La

France, Suisse · 1987 · 105'
Regisseur/in Alain Tanner
Schauspieler/innen Jean-Louis Trintignant, Jacob Berger, Laura Morante, Caroline Cartier
Kopie/n DCP, Français UT DE
Paul, in seinen Fünfzigern, gibt sein Filmprojekt auf, weil die Protagonistin seiner Wünsche nicht mitmacht. Jean, der eben die Filmschule in New York beendet hat, bietet sich als Assistent an. Ein intimer und geheimnisvoller Film. Tanner stellt seine Kunst in Frage und überlegt sich, was sich zu filmen lohnt, um der Flut von Filmen auf den Bildschirmen – ob gross oder klein – kein überflüssiges Wellengekräusel hinzuzufügen.