Frauenstimmrecht im Wallis und Bern

Diverses 9. November 2020

Im März 1957 erregte ein Dorf im Oberwallis grosses Aufsehen, als es den Frauen erlaubte, einen Stimmzettel in die Urne zu legen, also 14 Jahre vor dem Stimm- und Wahlrecht auf Bundesebene. Obwohl der Verfassungstext keine Bestätigung eines solchen kommunalen Beschlusses vorsah, stellte die Konsultativabstimmung der Frauen von Unterbäch einen entscheidenden Schritt im Kampf für die Gleichberechtigung dar. Das Ereignis fand Eingang in einer Schweizer Filmwochenschau, die die Cinémathèque suisse dem Verein Via Mulieris für einen Dokumentarfilm über 50 Jahre Frauenstimmrecht im Wallis zur Verfügung stellte. Der Film wurde im vergangenen Herbst in mehreren Städten im Kanton erfolgreich gezeigt. Zwei weitere Filmwochenschauen zu diesem Thema – ebenfalls aus unseren Beständen – sind nun demnächst im Rahmen der Ausstellung «Frauen ins Bundeshaus! 50 Jahre Frauenstimmrecht» zu sehen, die bis zum 4. Juli 2021 in Bern stattfindet.

1957 stimmt zum ersten Mal in der Schweiz eine Frau ab
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