Cinémathèque suisse - site officiel

Neuigkeiten

Die Cinémathèque suisse ergänzt ihren Katalog regelmässig mit wichtigen neuen Filmen – die an grossen Festivals erwähnt oder ausgezeichnet wurden, aber keine Schweizer Verleiher fanden – sowie mit Werken des Weltfilmerbes. Auf dieser Seite entdecken Sie alle Neuheiten des Katalogs der Cinémathèque suisse, die für die Kinos und Filmklubs in der Schweiz verfügbar sind.

Nouveautés 2018 - Films contemporains

Concours, Le

France · 2016 · 119'
Regisseur/in Claire Simon
Schauspieler/innen
Kopie/n DCP, Français | DCP, Français UT DE
Erwartungsvolle Anwärter und Anwärterinnen überschreiten die hohe Schwelle zur Filmschule zum ersten und vielleicht auch zum letzten Mal. Diese jungen Menschen träumen vom Film, vom Erfolg und sind voller Hoffnungen – und Ängste. Die Mitglieder der Prüfungskommission beraten sich und suchen ihre Nachfolger. Der Film richtet den Fokus auf die Gegenüberstellung zweier Generationen und auf die schwierigen Auswahlverfahren in unserer heutigen Gesellschaft.

Johanna

Hongrie · 2005 · 83'
Regisseur/in Kornél Mundruczó
Schauspieler/innen Orsolya Tóth, Zsolt Trill, Eszter Wierdl
Kopie/n DCP, Hongrois UT FR & DE

Johanna, eine junge Drogensüchtige, fällt nach einem Unfall ins Koma und überlebt wie durch ein Wunder. Von dieser Gnade berührt, wird sie Krankenpflegerin und kann die Patienten mit ihrem Körper heilen. Ein junger Arzt ist frustriert, weil sie ihn dauernd abweist, und hetzt das Spitalpersonal gegen sie auf. Doch die dankbaren Patienten beschützen sie mit vereinten Kräften ... Eine filmische und musikalische Auslegung der Passion der Jeanne d’Arc, die durch die Interpretation von Orsolya Tóth, der Muse des Cineasten, zusätzlichen Glanz erhält. «Ich wollte mit meinem Film zeigen, was es bedeutet, anders zu sein; anders zu sein im Streben nach Güte. (…) Ich fühlte, dass das Thema nach einer monumentalen Form verlangte, die wir in der Oper fanden. Es war eine Herausforderung, uns mit einem neuen Ansatz an dieses Genre zu wagen, das heute aus der Mode gekommen ist.» (Kornél Mundruczó).

Pleasant Days

Hongrie · 2002 · 83'
Regisseur/in Kornél Mundruczó
Schauspieler/innen Tamás Polgár, Orsolya Tóth, Kata Wéber
Kopie/n DCP, Hongrois UT FR | DCP, Hongrois UT DE

Der in einer Erziehungsanstalt inhaftierte Péter erhält die Erlaubnis, seine Schwester zu besuchen. An ihrer Arbeitsstelle in einem Waschsalon beobachtet er heimlich, wie ein junges Mädchen ein Kind gebärt und seine Schwester es ihr abkauft. Einige Zeit später, als die Mutter ihr Kind wiederhaben möchte, wird Péter hin und her gerissen zwischen seiner Schwester, die ihn manipuliert, und dem Mädchen, von dem er sich immer stärker angezogen fühlt. Nach dem Muster einer klassischen Tragödie zeichnet Pleasant Days das Porträt einer verletzten Jugend, die in der grauen ungarischen Provinz herumhängt und nur über Sex und Gewalt kommunizieren kann. Kraftvoll, mit beissendem Humor und schlichten Bildern entwickelt Kornél Mundruczó die Thematiken der Frustration und des Abreagierens und kann dabei auf die geradlinige und sinnliche Präsenz der Protagonisten zählen.

Premières solitudes

France · 2018 · 100'
Regisseur/in Claire Simon
Schauspieler/innen
Kopie/n DCP, Français UT DE | DCP, Français
Ein Porträt der 16- bis 18-Jährigen.
In diesem Alter ist man mit etwas Glück im Gymnasium wie hier in Ivry. In den Pausen oder auch während der Lektionen, wird viel diskutiert – in den Gängen, draussen auf einer Bank oder ans Geländer gelehnt, mit Aussicht auf die Stadt. Die jungen Menschen sprechen zu zweit oder zu dritt und erfahren so viel aus dem Leben der anderen, über deren Kindheit, Familien, Leidenschaften und Einsamkeitsgefühle. In diesem Alter denken alle an den Zeitpunkt, an dem sie ihre Familie verlassen werden, sofern sie eine haben ... oder ihr sogar entfliehen werden, wenn alles zerrüttet ist. Allein sein ist gut und ist schlecht. Sie sind auf der Suche und tauschen sich aus.

Tender Son: The Frankenstein Project

Autriche, Allemagne, Hongrie · 2010 · 106'
Regisseur/in Kornél Mundruczó
Schauspieler/innen Rudolf Frecska, Kornél Mundruczó, Lili Monori, Kitty Csíkos
Kopie/n DCP, Hongrois UT FR | DCP, Hongrois UT DE

Vor langer Zeit erschuf ein junger Mann ein Kind, ohne je zu wissen, was aus ihm wurde. Mit 17 Jahren kommt sein Sohn Rudi zurück, mit der Absicht, seine Mutter wiederzufinden, nachdem er in einer Institution aufgewachsen war. Er erhofft sich von seiner Mutter Wertschätzung und Zuneigung und möchte die Identität seines Vaters erfahren, muss aber feststellen, dass er nicht willkommen ist. Der Zufall will es, dass Rudi an einem Casting teilnimmt. Der Filmregisseur ist von seiner Arglosigkeit fasziniert und möchte ihn als Hauptdarsteller. Doch ein schreckliches Ereignis setzt Rudis guten Absichten schon bald ein Ende. Er wird zum gejagten Mörder, und der Regisseur entdeckt, dass dieser merkwürdige und schweigsame Junge sein Sohn ist, ein Monster, das er selbst erschaffen hat. Seine einzige Möglichkeit besteht nun darin, das grausame Schicksal seines Sohns zu teilen und mit ihm die Erlösung zu suchen. Eine Adaption des Romans Frankenstein von Mary Shelley.

Nouveautés 2018 - Films du patrimoine

Alexandre

Suisse · 1983 · 77'
Regisseur/in Jean-François Amiguet, Anne Gonthier
Schauspieler/innen James Mason, Michel Voïta, Didier Sauvegrain
Kopie/n DCP, Français UT DE

Eines Tages erhält Antoine eine Postkarte von seiner Freundin Ariane, die ihn vor drei Jahren verlassen hatte. Sie schreibt ihm, dass sie mit einem Alexandre zur Erholung in den Bergen weilt. Antoine kehrt an die Orte ihrer früheren Beziehung zurück. Schon bald lernt er den Schlosser Alfred kennen, den Ariane kürzlich verlassen hat. In ihrer Einsamkeit finden die beiden Männer zusammen und machen sich auf die Suche nach der Flatterhaften. Doch wer ist dieser Alexandre? Existiert er überhaupt?

chambre en ville, Une

France · 1982 · 92'
Regisseur/in Jacques Demy
Schauspieler/innen Dominique Sanda, Richard Berry, Michel Piccoli, Danielle Darrieux
Kopie/n DCP, Français | DCP, Français UT DE
Mitten in den 50er Jahren kommt es in Nantes zu einem Streik. Stahlarbeiter Francois Guilbaud ist einer von ihnen und mietet sich ein Zimmer von Margot Langlois, eine Witwe, die mit den Streikenden sympathisiert, obwohl zur Oberschicht gehört. Francois hat eine schwangere Freundin namens Violette Pelletier. Doch da er sich immer weniger von ihr angezogen fühlt, verlässt er sie schlussendlich. Wenn er versucht, seine Gefühle ihr gegenüber zu erklären, fühlt sie sich nur noch ungerechter behandelt. Francois trifft auf die schöne Edith Leroyer, einem Mädchen aus der Arbeiterklasse, die mit ihrer Ehe mit einem reichen, aber impotenten und neurotischen Kaufmann unzufrieden ist. Nebenbei arbeitet sie als Prostituierte. Doch das ist nicht Ediths einziges Geheimnis.

Demoiselles de Rochefort, Les

France, États-Unis · 1967 · 124'
Regisseur/in Jacques Demy
Schauspieler/innen Catherine Deneuve, Françoise Dorléac, Jacques Perrin, Gene Kelly, Danielle Darrieux, Michel Piccoli, Georges Chakiris
Kopie/n DCP, Français | DCP, Français UT DE
Die Zwillingsschwestern Delphine und Solange aus der Kleinstadt Rochefort leben für die Musik, für ihren Traum einer großen Karriere in Paris und für die Hoffnung auf die große Liebe. Doch die jungen Frauen sind mit ihren Wünschen nicht allein.

Écrivain public, L'

Suisse, France · 1993 · 82'
Regisseur/in Jean-François Amiguet
Schauspieler/innen

Jacques und Fanny leben getrennt, doch im selben Quartier, nicht allzu weit voneinander entfernt: Nur eine Strasse liegt zwischen ihren beiden Wohnungen. Sie ist Lehrerin, er Flugverkehrsleiter. Beide haben ihre eigenen Beschäftigungen, ihren Lebensrhythmus, ihre Programme, ihre Blockaden, ihre stets verschlossenen geheimen Gärten. Vieles hat zur Trennung des Paares geführt: Charakter, Verhalten, Arbeit, Drang nach Unabhängigkeit, Beziehungen. Die wohlüberlegte und einvernehmliche Lösung scheint beispielhaft. Scheint … Die zufälligen kurzen Begegnungen, der Austausch von Blicken, die Hoffnung, sich zu sehen vermitteln einem den Eindruck von Leere oder einer Art grossem Käfig, in dem die beiden eingesperrt sind. Was braucht es, damit die beiden wirklich zusammenfinden? (Yvan Stern, Ciné-Feuilles n°280, 15. März 1995)

Gilberte de Courgenay

Suisse · 1941 · 115'
Regisseur/in Franz Schnyder
Schauspieler/innen Anne-Marie Blanc, Hélène Dalmet, Heinrich Gretler
Kopie/n DCP, Allemand UT FR
Im Winter 1915/16 quartiert sich die Artilleriebatterie 38 in Courgenay ein. Anfangs noch der Meinung, dass bis Weihnachten der Krieg vorbei sei und die Armee wieder demobilisiert werden würde, werden die Männer enttäuscht, das Weihnachtsfest nicht im Familienkreis feiern zu können. Gilberte, die Wirtstochter des Hôtel de la Gare, organisiert für diese Männer ein Weihnachtsfest und wird schnell zum Idol der Soldaten. Heimlich liebt sie den Kanonier Hasler, der darunter leidet, dass seine Verlobte Tilly in Bern seine Briefe nicht beantwortet. Tillys Vater, der reiche Hotelier Odermatt, fängt Haslers Briefe nämlich ab und versteckt sie in seinem Schreibtisch. Als ein Kamerad von Hasler mit einem kranken Pferd nach Bern fahren muss, erfährt Tilly von der Sache und fährt umgehend in den Jura. Sie trifft dort ein, als die Soldaten gerade ein Lied anstimmen, das Hasler zu Ehren von Gilberte komponiert hat. Selbstlos verzichtet Gilberte auf Hasler, um ihn Tilly zu überlassen, kann sich dabei aber eine Träne nicht verkneifen.

letzte Chance, Die

Suisse · 1945 · 113'
Regisseur/in Leopold Lindtberg
Schauspieler/innen Ewart G. Morrison, John Hoy, Ray Reagan
Kopie/n DCP, Anglais, Italien, Allemand, Français UT FR | DCP, Anglais, Italien, Allemand, Français UT DE

Norditalien 1943: Ein britischer und ein amerikanischer Soldat fliehen aus einem deutschen Gefangenentransport. In einem Bergdorf treffen sie auf einen Priester, der jüdische Flüchtlinge versteckt und die beiden überredet, diese verzweifelten Menschen auf einem gefährlichen Weg über die Berge in die neutrale Schweiz zu begleiten. Es ist ihre letzte Chance ...

Die letzte Chance wurde aufwändig restauriert von der Cinémathèque suisse und der SRF mit der Unterstützung von Memoriav.

Lola

Italie, France · 1960 · 83'
Regisseur/in Jacques Demy
Schauspieler/innen Marc Michel, Anouk Aimée, Alan Scott
Kopie/n DCP, Français | DCP, Français UT DE
Roland wohnt in Nantes und langweilt sich in seinem Leben. Eines Tages läuft ihm Lola, eine Bekannte aus seiner Jugend, über den Weg. Lola ist Tänzerin in einem Cabaret und Mutter eines kleinen Jungens. Sie zieht ihren Sohn alleine auf da ihr Freund sie während der Schwangerschaft verlassen hat, hofft jedoch noch immer dass er eines Tages zurückkehren wird. Roland verliebt sich in Lola, sein Leben scheint endlich wieder einen Sinn zu haben. Was hält wohl Lola von ihm ?

Marie-Louise

Suisse · 1943 · 103'
Regisseur/in Leopold Lindtberg
Schauspieler/innen Josiane Hegg, Heinrich Gretler, Anne-Marie Blanc
Mit einer Gruppe von französischen Kindern kommt die kleine Marie-Louise 1943 für drei Monate zur Erholung in die Schweiz. Weil sie nicht wie geplant abgeholt wird, nimmt die Rotkreuzhelferin Heidi Rüegg das Kind mit nach Hause. Fabrikdirektor Rüegg missbilligt den Entscheid der Tochter, schliesst das Mädchen aber schnell ins Herz. Als die 90 Tage vorbei sind, will Marie-Louise nicht mehr nach Hause zurück.

Menschlein Matthias, Das

Suisse · 1941 · 86'
Regisseur/in Edmund Heuberger
Schauspieler/innen Röbi Rapp, Leopold Biberti, Petra Marin
Kopie/n DCP, Allemand UT FR

Matthias, der uneheliche Sohn einer Fabrikarbeiterin, lebt als «Verdingbub» bei seiner herrischen Tante in einem abgelegenen Gasthof. Alles, was er dort kennenlernt, sind Arbeit und Schläge. Nach einem Todesfall macht sich der unglückliche Junge zu Fuss auf den Weg zu seiner Mutter - und auf die Suche nach seinem Vater.

Der Schweizer Kinoklassiker Das Menschlein Matthias wurde 2017 aufwändig restauriert von der Cinémathèque suisse und der SRF mit der Unterstützung von Memoriav.

Méridienne, La

Suisse, France · 1988 · 81'
Regisseur/in Jean-François Amiguet
Schauspieler/innen Jérôme Angé, Kristin Scott Thomas, Sylvie Orcier, Judith Godrèche, Patrice Kerbat, Michel Voïta
Kopie/n DCP, Français

François (Jérôme Angé) lebt in einem Haus in Südfrankreich und hegt eine zärtliche und brüderliche Liebe zu zwei schönen Frauen: Marthe (Sylvie Orcier) und Marie (Kristin Scott Thomas). Diesen Sommer beschliesst er, zu heiraten. Doch wen? François weiss es nicht und gibt sich einen Monat Zeit, um die Frau seines Lebens zu finden. Einen Monat lang schaut er sich also Frauen an und verführt, wer sich verführen lässt. Damit er eine gute Wahl trifft, heuert François einen Detektiv an, der ihm folgen und Marie detaillierten Bericht erstatten soll. Führt François’ Suche zur grossen Liebe?