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Film

Amarcord

Italie · 1973 · 123'
Amarcord

Fellini erinnert sich an seine Jugendzeit und zeichnet eine von einfachen Menschen, Käuzen und Originalen belebte Provinzlandschaft, wobei er auch psychische und politische Bedingtheiten der dreissiger Jahre einbezieht. Sein Film ist kein objektiver Bericht, sondern ein durch Erinnerungen verändertes und verwandeltes Zeitbild, in dem der Satiriker Fellini seiner Fantasie und Vorliebe fürs Groteske freien Lauf lässt – eine bildmächtige Schau des vielfältigen, abgrundtief hässlichen wie unendlich schönen Lebens.

«Der Titel Amarcord ist entstanden aus dem in der Mundart der Romagna zusammengezogenen Satz ‹Io mi ricordo› (ich erinnere mich). Tatsächlich spielt der Film in der Vergangenheit, in Fellinis Heimat Rimini, der Junge Titta steht wohl für den jungen Fellini. Aber ‹nur› eine Autobiografie ist daraus doch nicht geworden. Vielmehr bekennt sich Fellini hier abermals zu einer Subjektivität, die selbst die eigene Vergangenheit aus dem Blickwinkel der Gegenwart zu verändern vermag. Diese Betrachtungsweise bestimmt auch die Erzählstruktur des Films, die aufgelöst wird in Anekdoten, Erlebnisse, Erfahrungen, Träume. – Fellini erzählt längst keine Geschichten mehr. Er schafft Welt ‹aus Anekdoten, aus Gefühlen. So wie vor ihm einzig Chaplin es getan hat›.» (Reclams Filmführer)

(filmpodium)

Filmreservation

Informationen zur Kopie

35 mm, Italien UT DE & FR

Originaltitel
Amarcord
Andere/r Titel
I Remember
Regisseur/in
Federico Fellini
Schauspieler/innen
Magali Noël, Bruno Zanin, Pupella Maggio
Produzent/in
Franco Cristaldi
Drehbuchautor/in
Federico Fellini, Tonino Guerra
Kamera
Giuseppe Rotunno
Musik
Nino Rota
Produktionsgesellschaft/en
F.C. Produzioni
Genre/s
Comédie dramatique
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