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Die Cinémathèque suisse bewahrt sämtliche Nachrichtenbeiträge der Schweizer Filmwochenschau auf. Von diesem Vorläufer der Tagesschau wurde zwischen 1940 und 1975 wöchentlich eine Ausgabe in deutscher, französischer und italienischer Sprache produziert. Sie wurde in allen Kinosälen des Landes als Vorprogramm gezeigt.
Während des Zweiten Weltkriegs hatte die Schweizer Filmwochenschau eine doppelte Funktion: Sie setzte einen Gegenakzent zur erdrückenden Präsenz von ausländischen Wochenschauen (vor allem aus dem nationalsozialistischen Deutschland). Zugleich schloss sie die empfindliche Lücke, die durch den Wegfall der französischen Wochenschau entstanden war.
In ihrer Gesamtheit umfassen die Ausgaben der Schweizer Filmwochenschau mehr als 6000 Reportagen mit einer Laufzeit von 200 Stunden. Durch die finanzielle Unterstützung von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung und Erschliessung des schweizerischen audiovisuellen Kulturguts, konnten sie vor dem Verfall gerettet werden. Heute gelten sie als Dokument von herausragendem historischem, kulturellem und gesellschaftlichem Wert. Sie sind eine erstrangige Quelle für Forschende, Filmschaffende und Fernsehsender.
Die Ausgaben der Schweizer Filmwochenschau können als VHS- und DVD-Kopien sowohl im Schweizer Filmarchiv (Archivierungszentrum Penthaz) als auch im Bundesarchiv in Bern visioniert werden.
Die 1940 entstandenen Filmwochenschauen sind jedoch nicht die ersten. In der Schweiz wurden bereits in den 1920er Jahren erste Ausgaben produziert, zunächst vom Office Cinématographique in Lausanne, zwischen 1923 und 1936 von Cinégram in Genf. Von dieser Produktion sind heute 15% des Gesamtbestandes, rund 320 Reportagen, erhalten. Ein Teil davon wurde in die DVD Es war einmal... die Schweiz aufgenommen.
Bilder aus der Schweizer Filmwochenschau können Sie hier bestellen.