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«Säle, Programme, Publikum»: Einleitung

Geschichte der Filmvorführung

In der ursprünglichen Reihe «Filmdokumente» veröffentlichte die Cinémathèque 1964 das Werk Les débuts du cinéma à Genève et à Lausanne 1895-1914 (2. Auflage, Infolio, Gollion, 2011) von Freddy Buache und Jacques Rial. In der «Säle, Programme, Publikum» genannten Rubrik mit der «Geschichte der Filmvorführung» tragen heute verschiedene Studien und Dokumente anhand von Forschungsergebnissen und neuen Erkenntnissen zum besseren Verständnis der Filmverwertung in der Schweiz bei.

Diese Bestrebungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die Leinwand die verschiedensten Formen annimmt, die Multiplexe das Filmerlebnis im urbanen und periurbanen Raum grundlegend verändert haben, das Angebot an Kinosälen von Schliessungen und neuen fragilen Zusammenschlüssen geprägt ist und die Projektion von Zelluloidfilmen mit ihrer ganzen «Ergonomie» immer öfter dem Digitalen weichen muss.

Die ungleichen Quellen sind ein weiterer Grund, weshalb diese Geschichte unsere Aufmerksamkeit verdient. Alles, was nichts mit administrativen Fragen (Baupolizei, Bewilligungserteilung, Aufsicht) oder körperschaftlichen Aspekten (Verband der Kinounternehmen) zu tun hat, ist kaum archiviert.

Ausserdem hat sich bis jetzt, abgesehen von der den Gemeinde- oder Kantonsarchiven zufallenden Aufgabe, keine einzige Institution um die Erstellung einer systematischen Dokumentation zum Kino oder zum Filmverleih bemüht.

Doch es gibt Studien darüber. Die Bibliografie diesbezüglicher Untersuchungen im Kanton Waadt zeigt, dass sie hauptsächlich von drei Kategorien von Autoren verfasst wurden.

Seit rund 20 Jahren befassen sich Studierende der Filmwissenschaften und Geschichte in ihren Diplomarbeiten mit diesem Thema und produzieren eine unveröffentlichte «graue» Literatur, die aber doch konsultiert wird, wie Verweise auf die verschiedenen Arbeiten zeigen. Die Abhandlung von François Langer über Lausanne (1989) spielte in dieser Hinsicht eine wesentliche Rolle, sie bezieht sich auf die Kantonshauptstadt und den Kanton.

Amateurhistoriker haben die Chronik ihrer Stadtkinos oder Dorfkinos verfasst.

Und schliesslich stellte sich ab den 1980er-Jahren fast in der ganzen Schweiz für die architektonisch besonders interessanten Kinos die Frage der Denkmalpflege. In Anlehnung an Inventare oder Monografien entstanden ein Katalog bestimmter städtischer Kinos sowie mehrere Gutachten und spezifische Untersuchungen durch Experten der Architekturgeschichte.

Wir gliedern nicht hierarchisch, sondern veröffentlichen alle Forschungsarbeiten und Dokumente, die die Geschichte der Filmvorführung mit neuen Erkenntnissen bereichern.

Roland Cosandey, juillet 2011 


Sommaire


La Bobine, le Kursaal –Bel Air et les mémoires de Hans Korger

> Voir le dossier

 

Archiver la bande-annonce: quelques considérations élémentaires

> Voir le dossier

 

Les cinémas nyonnais par Robert Cerruti - histoire locale, histoire ouverte

> Voir le dossier

 

Les cinémas de la Riviera par David von Kaene

> Une histoire des cinémas de Vevey-Montreux
> L'exploitation cinématographique à Vevey et Montreux, 1896 - 1950 (pdf)
> Les salles de cinéma du canton de Vaud: Biblio-filmographie (pdf)

 

Les affiches du Radium: 1907-1914

> Roland Cosandey, Rayonnant Radium. Au tournant des années 1910: la marche triomphale du cinéma (et Spitteler en Mercure)
> Adrian Gerber, Sensation im Schundkino ! Archäologie der Kinowerbung in der Schweiz um 1910 am Beispiel des Zürcher Kinos Radium (pdf)