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Dokumentationsstelle Zürich

Präsentation

Das 1941 von der evangelisch-reformierten und der katholischen Landeskirche gegründete Archiv für die Filmzeitschrift Zoom ist seit 2002 eine Dokumentationsstelle und das Deutschschweizer Zentrum der Cinémathèque suisse. Sie verfügt über einen einzigartigen Bestand an Dokumenten zur Geschichte des schweizerischen und des internationalen Filmwesens (Rezensionen, Produktionsberichte, Statistiken und Analysen, Fotografien, Zeitschriften und Monografien).

Die Dokumentationsstelle Zürich ist offen für alle Filminteressierte: Filmschaffende Medienwissenschaftler, Autorinnen, Studierende und Lehrpersonen, Medienschaffende, Bibliotheken und andere Dokumentationsstellen. Zu ihren Dienstleistungen gehören Fotoausleihen, Recherchen im Auftrag von Kundinnen und Kunden sowie Beratung (telefonisch und vor Ort).

Die Bestände der Dokumentationsstelle können zu den Öffnungszeiten und nach Voranmeldung genutzt werden. Für die Recherchen stehen eine Datenbank (62'000 Filmtitel) und 200'000 Karteikarten zur Verfügung (erfasst von 1938 bis 1992). Die Dokumente können nur an Ort und Stelle gesichtet werden.

Dokumentation

Die Dokumentationsstelle Zürich besitzt einen herausragenden Bestand an Pressedokumentation und Pressematerial zum Schweizer und zum internationalen Film, der bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Die über 60‘000 physisch vorliegenden Dossiers umfassen Film-, Personen- und Sachdossiers. Sie enthalten zeitgenössisches Pressematerial, Angaben zu Produktion und Verleih sowie Artikel und Rezensionen aus hauptsächlich deutschsprachigen Printmedien. Seit 2010 werden die Dokumente elektronisch akquiriert. Diese sind in Dossiers mit elektronisch vorliegendem Pressematerial zu Filmen (Bilder, Pressetexte, Artwork) und eine umfassende Sammlung von elektronischen Zeitungsartikel unterteilt. Eine analoge Dossiersammlung für die französischsprachige Presse seit den 1920er-Jahren befindet sich in der Bibliothèque in Penthaz. Diese Dossiers geben gemeinsam einen umfassenden und einmaligen Einblick in die Rezeptionsgeschichte der Schweiz.

Archivbestände

Seit 2002 akquiriert die Dokumentationsstelle Zürich, in enger Zusammenarbeit mit dem Sektor Archives (fonds privés et archives institutionnelles) in Penthaz, Vor- und Nachlässe von Privatpersonen und Institutionen aus dem Filmbereich. Ein Teil dieser Bestände wird in Zürich aufbewahrt.

Öffnet externen Link in neuem Fenstercaspar, Archivkatalog der Papierbestände

Kataloge, Zeitschriften, Monografien

Die Dokumentationsstelle bewahrt ferner über 4000 Festival- und Verleihkataloge aus dem In- und Ausland und 180 schweizerische und internationale Fachzeitschriftentitel - populärer und wissenschaftlicher Ausrichtung - ab 1932. Eine Bibliothek von rund 6'000 Monografien ergänzt diese Sammlungen. Sie ist vernetzt mit dem Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich, das die umfassendste filmwissenschaftliche Bibliothek der Deutschschweiz beherbergt (12'000 Monografien, 10'000 Zeitschriftenausgaben).

Fotografien

Neben dem Textarchiv besitzt die Dokumentationsstelle ein hervorragendes Bildarchiv mit über 200'000 Fotografien (Filmszenen, Dreharbeiten, Porträts). Der Schwerpunkt liegt auf Fotos des Schweizer Films, doch auch der internationale Film ist gut vertreten. Seit 2005 scannt, archiviert und erschliesst die Dokumentationsstelle digitale Bilder der aktuellen nationalen und internationalen Filmproduktion. Sie tut dies in Zusammenarbeit mit dem Bildarchiv der Cinémathèque suisse in Penthaz.